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"Mehr als ein Dach über dem Kopf"

Mit Kindern Gotik erleben

Gotische Kirchen sind faszinierende Bauwerke. Wer eine gotische Kirche betritt, taucht ein in eine Welt voller Symbole. Sie sprechen bis heute Menschen an und sie erzählen vom Glauben der Menschen des Mittelalters.

Die Erlebnisausstellung „Mehr als ein Dach über dem Kopf“ bringt Kindern und Jugendlichen die faszinierende Welt der Gotik nahe.
„Was hat die Menschen des Mittelalters dazu bewegt, solch riesige Kirchen zu bauen?“
Die Kinder schlüpfen dabei in die Rolle der Arbeiter auf einer mittelalterlichen Kirchenbaustelle.

Die Kinder und Jugendlichen können:

Backsteine selber herstellen

Die Kinder formen aus Lehm Backsteine und werden dabei in die mittelalterliche Technik der Backsteinherstellung eingeführt. Dazu sind mehrere Holzformen angefertigt worden, in denen Backsteine für verschiedene Verwendungen (z.B. Gewölberippensteine, Formsteine für Mauerfriese, Stabwerksteine für Fenster) hergestellt werden können. Die Ziegel werden gebrannt sollen (die Kinder können die Ziegel mit ihrem Namen oder mit Schmuckzeichnungen verzieren und nach dem Brennen abholen und mit nach Hause nehmen.)

einen Gewölbebogen mauern

Die Kinder mauern unter Anleitung verschiedene Gewölbebögen (romanischer und gotischer Bogen, Tonnengewölbe) und versetzen sich in die Rolle der Handwerker auf einer mittelalterlichen Kirchenbaustelle. Dafür stehen Ziegelsteine in einem kinderfreundlichen Format zur Verfügung - gemauert wird mit einem Lehm-Sand-Mörtel, den die Kinder anmischen.
Anhand von Holzbausteinen (in einem Maßstab von 1:2 zu gängigen Backsteingrößen) können die Kinder verschiedene Mauerverbünde ausprobieren (wendischer Verband, gotischer Verband), die ihnen anhand von Tafeln vorgestellt werden – anschließend finden die Kinder solche Verbundarten in der Kirche auf.

das Modell eines Gewölbeverbandes bauen

In einem Modell aus Holzteilen wird ein Gewölbebogen zusammengesetzt. Die Kinder erleben dabei die Tragfähigkeit dieser Bauweise – an den Kämpferpunkten des Bogens soll der Kräfteverlauf anschaulich werden, so dass die Kinder von dem Modell her nachvollziehen können, wie die Gewölbelast über die Strebepfeiler abgefangen werden muss.

als Steinmetze Figuren gestalten

Die Kinder fertigen aus Ytonsteinen eigene Steinmetzarbeiten an (Kapitelle, Bogenabschlüsse) – dazu wird eine Fotomappe von mittelalterlichen Steinmetzarbeiten ausgelegt, in der die Kinder sich Anregungen holen können.

Buntglasfenster puzzlen

Die mittelalterliche Glasmalerei wird den Kindern über Glaspuzzles nahe gebracht:
Über eine Motiverkundung erfahren die Kinder, welche Inhalte in den Glasmalereien dargestellt sind und sie lernen das „Lesen“ von Glasfenstern auch in anderen gotischen Kirchen.

Die Ausstellung steht nun zur Verfügung

Diese Ausstellung ist zur Nacht der offenen Kirchen eröffnet worden. Sie steht nun für Schulen, Konfirmandengruppen u.a. zur Verfügung, um im Rahmen von Unterrichtseinheiten oder Projekttagen eingesetzt zu werden. Dazu können Lehrerinnen und Lehrer auch einzelne Teile der Ausstellung buchen – z.B. die Puzzles zu den Glasmalereien für eine Unterrichtseinheit im Kunstunterricht.

Wenn Sie die Ausstellung nutzen möchten:

Schule oder Einrichtung
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Wir planen einen Projekttag
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Wir bedanken uns

Für die finanzielle Unterstützung
bei der Erstellung dieser Ausstellung
bedanken wir uns ganz herzlich bei:

- Kirchenkreis Salzwedel
- Kinder- und Jugendpfarramt unserer Landeskirche
- Büro für Architektur und Denkmalpflege Jan Bodenstein, Seehausen
- Firma Armin Goltz, Seehausen
- Zimmerei Nils Gnoth, Ritze

und bei mehreren Gemeindegliedern der Katharinengemeinde, die namentlich nicht aufgeführt werden wollten, aber namhafte Spenden für diese Ausstellung zur Verfügung gestellt haben.

Für die Anfertigung des Gewölbemodells danken wir der Holzwerkstatt im Christlichen Jugenddorf Salzwedel - das war Tüftelarbeit! Und sie ist gelungen!

Ein ganz herzlicher Dank geht noch an die Mitglieder der Projektgruppe, die engagiert das Konzept und die einzelnen Ausstellungsmodule erarbeitet haben - manch einer hat dabei neben seiner Zeit und seiner Kraft auch Material zur Verfügung gestellt und uns damit geholfen, die Kosten "im Rahmen zu halten."

Im Namen der Projektgruppe
Hans-Christian Beutel